Netzüberwachung mit MRTG

mrtg.png Die Auslastung eines Netzwerks messen und die Ergebnisse grafisch aufbereiten, das ist das Spezialgebiet von MRTG. Die Software ist in Perl (sowie etwas C) geschrieben und wird mit der GNU GPL verteilt. Der Multi Router Traffic Grapher kann auch beliebige andere SNMP-Variablen abfragen. Die Firma SOMIX betreibt das MRTG Templates Archive in dem sich an die 200 Abfragebeispiele für die verschiedensten Hersteller finden lassen. Unter http://www.linux-magazin.de findet sich ein deutschsprachiger Artikel, der die Installation und den Einsatz des MRTG beschreibt.

Linux Minis

Mailprogramm mutt

Der Befehl mutt -f Mailbox-Dateiname öffnet eine Mailbox. Mit b wird die aktuelle Email weitergeleitet. Mit T kann man mehrere Emails markieren (z.B. mit dem Regex „.*“). Mit ; leitet man einen Befehl für mehrere markierte Emails ein. Die Folgende Befehlsfolge versendet alle Emails einer geöffneten Mailbox: T + .* + ; + b

gelöschte Dateien retten

Unter dem ext2-Dateisystem kann man mit debugfs gelöschte Dateien wiederherstellen.

# umount /home
# debugfs /dev/sdd3
debugfs: lsdel
4711 0 93678 6/ 6 Sat Jul 6 17:23:29 2002
239 1000 20 1/ 1 Sat Jul 6 15:27:15 2002
184 1000 4377 1/ 1 Mon Jul 1 23:22:57 2002
debugfs: dump <239> /tmp/saved
debugfs: quit
# mount /home

Die Tabelle von lsdel zeigt in Spalte 1 die Inode-Nummer, in Spalte 2 die User-ID (vom löschenden User), in Spalte 4 die Dateigrösse und in Spalte 6 das Datum des Löschens.

Netzwerkdurchsatz messen

Für einfache Messungen ohne Installationsaufwand eignet sich hervorragend Netio. Von den beiden an der Messung beteiligten Rechner übernimmt einer die Rolle des Servers (er wartet auf Anfragen) und der jeweils andere die des Clienten (er fragt den Server). Wenn das Netio-Paket geladen und entpackt ist, wechselt man für einen Serverstart einfach in das bin-Verzeichnis und startet: win32-i386.exe -s -t

Netio Server

Der Parameter -s besagt, das der Server gestartet werden soll. -t veranlasst eine Messung per Tcp (-u wurde UDP messen und beide Optionen weggelassen würde per NetBIOS testen). Der im Screenshot gelb markierte Teil entsteht erst bei der Messung. Der Server meldet den Verbindungsaufbeu des Clienten und die Größe der aktuell getesteten Pakete.

Netio Client

Der Client wird mit dem Befehl win32-i386.exe -t Server-IP gestartet. Auch er bekommt mit dem zusätzlichen Parameter -t die Anweisung per TCP zu messen (siehe oben). Das Ergebnis wird Zeile für Zeile für die gesendeten und empfangenen Pakete angezeigt.

Wer den Komfort einer grafischen Oberfläche nutzen möchte, kann Jperf einsetzen. Es verwendet das Tool iperf. Iperf kann auch ohne die Installation von Jperf analog Netio eingesetzt werden. Den Server startet man mit iperf -s und den Clienten mit iperf -c Server-IP. Mit der Option -t 60 kann man die Zeit (wie lange der Test läuft) von Standard 10s auf 60 Sekunden erhöhen.

Jperf Sreenshot

Die Installation der grafischen Oberfläche Jperf ist denkbar einfach. Es wird eine Java 1.4 (oder höher) Umgebung vorausgesetzt. Das Archiv entpackt man an einen Ort seiner Wahl. In diesen legt man eine neue Datei mit dem Namen jperf.bat an und editiert den Inhalt wie folgt:

[code lang=“dos“]REM — Konfiguration ———————————–

SET JAVA_BIN=C:\Programme\Java\jre1.5.0_08\bin\java.exe

SET JPERF_DIR=C:\Programme\jperf-1.0

SET IPERF_DIR=C:\Programme\iperf-1.7.0

REM — Skript ——————————————

SET PATH=%PATH%;%IPERF_DIR%

SET JPERF_JAR=%JPERF_DIR%\jfreechart-0.9.6.jar
SET JPERF_JAR=%JPERF_JAR%;%JPERF_DIR%\jcommon-0.7.2.jar
SET JPERF_JAR=%JPERF_JAR%;%JPERF_DIR%\jperf.jar

%JAVA_BIN% -classpath „%JPERF_JAR%“ Jperf[/code]

Im Bereich Konfiguration müssen die Pfade an die eigenen Ordner angepasst werden.

Das Skript startet die Jperf-Oberfläche und ermöglicht die komfortable eingabe aller Iperf-Parameter. Einen Server startet man im einfachsten Fall durch die Auswahl Type gleich „Server“ und einen Klick auf die Run-Schaltfläche. Für den Klienten (Standard-Typ der Oberfläche) gibt man im Eingabefeld Server dessen Ip an und klickt ebenfalls auf Run.

Zusätzlich zur Iperf-Ausgabe (Tab Output) wird das Ergebnis grafisch dargestellt.

Jperf Result Screenshot

In der Praxis wird man das Iperf-Archiv auf den „anderen Rechner“ kopieren und einen Server starten. Die Qualität der Jperf-Auswertung rechtfertigt den Installationsaufwand. Die gefundenen Ergebnisse sind sowohl bei netio als auch bei iperf immer nur ein aktueller Bild der Netzwerkperformance. Sie eignet sich auf keinen Fall zur Berwertung der verwendeten Rechner. Lediglich einzelne Komponenten lassen sich bei gleichen Rahmenbedingungen bewerten. So kann man durchaus eine Aussage über die Qualität der aktualisierten Firmaware (beispielsweise des Funktrouters) treffen, wenn alle anderen Bedingungen gleich geblieben sind.

Weitere Informationen finden sich auf den folgenden Links. So beschreibt zum Beipiel der Artikel DT Performance Messung, wie man die Festplatten-Performance in seine Tests mit einbeziehen kann. Das die Ergebnisse wesentlich besser geignet sind, um einen Fileserver zu bewerten versteht sich von selbst.

http://www.nwlab.net/art/netio/netio.html
http://www.exchange2000faq.de